Kontinuierliches Quecksilber-Überwachungssystem (CMM)

Das Quecksilber-Überwachungssystem Gasmet™ CMM (continuous mercury monitoring) misst geringste Konzentrationen von Quecksilber selbst in Proben, die große Mengen von Staub und Gasen wie SO2 enthalten. Dies erforderte herkömmlich komplizierte Quecksilber-Messungen, z.B. in Kohlekraftwerken oder bei der Mit-Verbrennung von Sekundärbrennstoffen aus Abfall.

Das Verfahren der Kaltdampf-Atomfluoreszenz (Cold Vapor Atomic Fluorescence, CVAF) erlaubt die Quecksilber-Detektion im Bereich von Nanogramm pro Kubikmeter (ng/Nm3), so dass das Probengas in der Praxis verdünnt werden kann. Eine potentielle Störung durch SO2-Absorptionsbanden wird in dieser Technik vollständig vermieden.

Ein speziell ausgelegtes Probennahme-System und die Probenverdünnung mit Stickstoff im CMM-Messschrank garantieren kurze Anstiegszeiten und minimale Verschleppungen bei der Quecksilber-Detektion. Die Umwandlung aller Quecksilber-Spezies (HgCl2 etc.) in atomares Quecksilber erfolgt unmittelbar vor der Messzelle, so dass immer genau und zuverlässig die gesamte Quecksilber-Konzentration gemessen wird. Das System kalibriert sich automatisch mit Stickstoff, Quecksilberdampf und optional auch mit Quecksilberchlorid-Lösung, um sowohl europäischen als auch US-Vorschriften zu entsprechen.

 

SYSTEM-BESTANDTEILE

  1. Verdünnungssonde: Gasmet™ CMM bietet eine Verdünnungs-Probensonde zur Entnahme des Rauchgases. Dazu gehören auch eine Instrumentenluft-Rückspülung und ein Kalibriergas-Eingang. Das Steuergerät für die Probensonde ist gut zugänglich in den Analysator-Messschrank integriert. Optional kann die Probensonde mit einem speziellen Partikelfilter ausgestattet werden. 
  2. Quecksilber-Analysator: Die Analysator-Einheit basiert auf dem CVAF-Prinzip. Die Fluoreszenz von atomarem Quecksilber im Probengas wird bei 254 nm gemessen (im ultravioletten Spektralbereich des Lichts). Quecksilber im ionisierten Zustand wird durch einen integrierten thermischen Konverter in elementares Quecksilber umgewandelt. Der eingebaute PC erlaubt eine vollautomatische Systemsteuerung. Weitere Informationen hierzu unter Technik -> CVAF.
  3. Gasmet™ MAUI Software: Möglichkeit, das CMM-System auch fernzusteuern.
  4. Kalibriereinheit: Die Kalibriereinheit stellt die beiden Testgase Hg(0) und HgCl2 bereit. Das Kalibriergas kann der Probensonde vor dem Partikelfilter zugeführt werden, wie von der Spezifikation 15 (U.S. EPA 40 CFR, Teil 60, Anhang b) gefordert. Mit dem Gasmet™ CMM müssen keine teuren Kalibrier- oder Verdünnungsgase verwendet werden – normale Instrumentenluft genügt.

 

WESENTLICHE VORTEILE

  • Sehr niedrige Detektionsgrenzen mit CVAF-Verfahren (ng/Nm3)
  • Keine separaten Chemikalien erforderlich, auch keine Gold-Amalgamierungs-Konzentratoren, Säure-Abscheider oder zusätzlichen Gase
  • Hochspezifisch für Quecksilber – praktisch keine Bandenüberlagerung mit anderen Gasen wie SO2, HCl
  • Direkte Probennahme mit Probenverdünnung und effizientem Filter-Rückspülsystem - einfaches Messsonden-Design
  • Einfaches und zuverlässiges System mit geringem Wartungsaufwand

ANWENDUNGSBEREICHE

Kohlekraftwerke

  • Überwacht die Massenemission von Quecksilber pro erzeugte Energiemenge (mg/BTU, mit 1 BTU (British Thermal Unit) = 1055 J)
  • Misst Quecksilberkonzentrationen im niedrigen µg/Nm3-Bereich, auch bei mittlerem bis hohem SO2-Gehalt

Müllverbrennungsanlagen (Sondermüll und Hausmüll)

  • Überwacht Quecksilber-Emission im Bereich von 0 - 15 µg/Nm3
  • Konform mit der integrierten Emissions-Direktive der EU und dem Qualitätssicherungs-Standard EN 14884

Industrieprozesse mit Quecksilber in Prozessgasen und Abgasen

  • Anwendbar in vielen Industriebereichen wie Bergbau, Metall-Verhüttung und Schwefelsäure-Produktion
  • Management von Quecksilber als Verunreinigung, die aus Rohstoffen herrührt

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